Tag des Sports 2026: Ein Sportfest der Superlative

Frau im Rollstuhl mit weißem Polohemd fährt auf einer Straße bei einer Veranstaltung mit weiteren Personen im Rollstuhl und einem Boot auf einem Anhänger
Ein Rolli-Rennen rund um ein Segelboot? Das gibt es nur am Tag des Sports! © ÖBSV Baubinder

Wo „Tag des Sports“ draufsteht, ist auch zu 100 Prozent „Tag des Sports“ drin. Einmal mehr war es faszinierend zu sehen, wie begeistert das Publikum das 25-jährige Bestehen dieses Großevents am vergangenen Samstag feierte. 250.000 Sportbegeisterte fanden den Weg zum Wiener Heldenplatz. Auch der Para-Sport war im Rahmen der Veranstaltung wieder prominent vertreten.

Sportarten, Verbände, Mitmachstationen

Bereits um 10:00 Uhr vormittags war der Wiener Heldenplatz gut gefüllt, eine Stunde später gab es teils zwischen den Pagoden der Verbände kein Durchkommen mehr, so groß war der Andrang. Und das hatte seinen Grund: Überall gab es spannende Dinge zu entdecken, überall konnte man unterschiedlichste Sportarten ausprobieren.

Neben klassischen Aktivitäten wie Boxen, Kegeln oder Badminton gesellten sich bei uns noch unbekanntere Aktivitäten wie Lasso-Schwingen, Lacrosse oder das Brettspiel „GO“. Beim Darts konnte man sich mit WM-Teilnehmern wie Rowby-John Rodriguez messen, beim Line-Dance in der Gruppe eine kesse Sohle aufs Parkett legen – es war für Jung und Alt, Klein und Groß etwas dabei. Dazu kamen unterhaltsame Gewinnspiele, wie das Wechseln eines Formel-1-Reifens auf Zeit, gleichermaßen unterhaltsame wie beeindruckende Performances auf den Bühnen, Autogrammstunden der Sport-Stars. Und das alles bei Kaiserwetter.

Zwei Frauen in Rollstühlen fahren auf einem Platz mit Informationsständen und Bannern im Hintergrund
Die #BeActive Inclusionzone am Wiener Heldenplatz © ÖBSV Baubinder
Zwei Personen stehen nebeneinander auf einem belebten Platz mit Ständen im Hintergrund, die linke trägt eine rote Jacke, die rechte ein weißes T-Shirt mit dem Schriftzug 'ÖBSV'
Janina Falk und ÖBSV BIC Peter Kampf © ÖBSV Baubinder

Behindertensport im Zentrum der Aufmerksamkeit

Trotz Tarnkleidung waren die Heeressportlerinnen und -sportler deutlich zu erkennen, was es auch den ÖBSV-Kaderathleten und Para-Olympioniken wie Andreas Ernhofer, Andreas Onea oder Georg Schober unmöglich machte, sich vor den Autogrammjägern zu verstecken.

Als Behindertensportverband war es uns einmal mehr ein großes Vergnügen, die „#BeActive Inclusionzone“ gemeinsam mit sieben Fachverbänden direkt im Herzen der Event-Location zu betreuen. Ein prominenter Standort, der gleichermaßen zum Mitmachen, aber auch zum interessierten Zuschauen einlud. Die ÖBSV Bewegungs- und Informations-Coaches (BIC) standen allen am ÖBSV-Stand Interessierten mit Rat und Tat zur Seite und nahmen eifrig Kontaktdaten von jenen auf, die auf der Suche nach einer geeigneten Para-Sportart sind. Darüber hinaus besuchten uns immer wieder Szene-Größen wie Natalija Eder, Janina Falk, Andreas Vevera oder Tom Geierspichler. 

Ein Segelboot mitten am Heldenplatz

Gleich zu Beginn des Events stellte der Segelverband ein Prachtexemplar eines Bootes in die Zone – ein echter Blickfang, in dem vor allem die Kids mit Vergnügen Platz nahmen, während die Verantwortlichen jedes Seil und Detail im und rund um das Boot erklärten. Mit dem Schwerpunkt Wassersport ging es weiter: Der Kanuverband hatte gleich zwei Kanus im Schlepptau. Wenn es das Gewicht der Probanden zuließ, schnappten sich die Verantwortlichen jeweils ein Ende des Kleinbootes, hoben dieses in die Höhe und schüttelten Kanu samt Insassen einmal so richtig durch.

Währenddessen packten die ÖBSV-BIC daneben die Boccia-Kugeln aus. Das blieb auch Österreichs Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler nicht verborgen, der sich gleich einmal in eine spannende Partie einbaute.

Auch die mitgebrachten Rollstühle sorgten für großes Interesse: ÖBSV-BIC Nadine Fischl erklärte mit viel Geduld die Rollis, absolvierte mit den Interessierten dutzende Kilometer in der Sportzone und beantwortete alle Fragen, die dabei aufkamen – so viel Kompetenz weckte die Aufmerksamkeit von GRÜNEN-Sportsprecherin und Nationalratsabgeordneter Agnes Sirkka Prammer, die sich Fischl für ein spannendes Interview zum Thema Frauen im Behindertensport schnappte.

Mehrere Menschen im Rollstuhl vor einem Segelboot mit blau-weißer Segelfläche auf einem sonnigen Platz mit Gebäuden im Hintergrund
Großes Interesse beim Segelverband © ÖBSV Baubinder
Junges Mädchen im Rollstuhl spielt mit Tennisschläger und Ball, daneben steht eine Frau in rotem T-Shirt mit Tennisschläger und Ball in der Hand
Paula Eder (r.) zeigt den richtigen Umgang mit dem Tennisschläger © ÖBSV Baubinder

Zückt die Schläger

Weil Oberösterreichs BIC Libor Fischer nicht nur ein ausgezeichneter Übungsleiter ist, sondern auch Teammanager des Para-Eishockey-Nationalteams, konnten sich die Besucherinnen und Besucher im Anschluss selbst einmal in einen Eishockey-Schlitten setzen und nach Lust und Laune die beiden Schläger / Antaucher schwingen.

Um 13:00 Uhr übernahm Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Doris Mader die Zone und zeigte den Sportbegeisterten den richtigen Umgang mit dem Tischtennisschläger.

Apropos Schläger: Von 14 bis 16 Uhr spannten zuerst der Tennis- und anschließend der Badminton-Verband ihre Netze auf. Wer jetzt Lust hatte, sich gegenseitig Filz- und Federball zuzuspielen, konnte dies unter der fachlichen Anleitung der Gehörlosen-Sportprominenz tun: Die Tennis-Asse Roman Zechmeister, Paula Eder und Mario Kargl waren ebenso motiviert am Start wie Badminton-Aushängeschild Katrin Neudolt.

Digitale Punktejagd

Den gelungenen Abschluss in der Inclusionzone hatte sich der Bogensportverband vorbehalten. Und jetzt wurde es futuristisch. Anstatt eines Pfeils können Sportlerinnen und Sportler nun auch ein Handy einspannen und mithilfe einer App digital auf eine Zielscheibe feuern - was nun auch ein Training zu Hause ermöglicht, ohne dass Vasen und Mobiliar bei einem Fehlschuss daran glauben müssen.

Mit dem langsamen Untergang der Sonne lichtete sich auch langsam das Feld am Heldenplatz. Einmal mehr feierte die heimische Sport-Szene ein stimmiges Fest, bei dem es fast mehr zu entdecken gab, als an einem Tag möglich ist. 

Mann im Rollstuhl zielt mit einem modernen Bogen, ein anderer Mann beugt sich zu ihm und beobachtet
Fritz Ziegler (r.) probierte es diesmal ohne Pfeil © ÖBSV Baubinder
Personen heben einen grünen Kajak mit einer sitzenden Frau und einem blauen Paddel auf einem belebten Platz
Ein fliegendes Kanu © ÖBSV Baubinder
Mehrere Personen im Rollstuhl sitzen nebeneinander, darunter eine Person in einem Eichhörnchen-Maskottchenkostüm mit erhobenen Armen
Boccia mit #BeActive-Masottchen Fauli © ÖBSV Baubinder
Zwei Männer und eine Person in einem Eichhörnchenkostüm spielen Boccia auf einem sonnigen Platz mit weißen Zelten im Hintergrund
Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler sah beim Boccia genau hin © ÖBSV Baubinder
Mann im Rollstuhl hält Kind auf dem Schoß und zeigt einen roten Ball
Gemeinsam sportlen © ÖBSV Baubinder
Drei Personen spielen draußen Tischtennis, zwei Kinder von hinten und eine Frau gegenüber am Tisch, die lächelt
Nahm es mit zwei Gegnern gleichzeitig auf: Doris Mader an der Tischtennisplatte © ÖBSV Baubinder
Zwei Männer in Tarnuniformen betrachten gemeinsam ein Heft, im Hintergrund steht eine Frau mit weißem Pullover vor einem bunten Glücksrad.
Andreas Onea und Andreas Ernhofer bei der Autogrammstunde im ORF-Zelt © ÖBSV Baubinder
Soldat in Tarnuniform zeigt einem Mädchen mit Pferdeschwanz und gemusterten Leggings einen Badmintonschläger
Katrin Neudolt und ein junger Fan beim Badminton © ÖBSV Baubinder
Beim Glücksrad in der ÖBSV-Pagode gab es tolle Preise zu gewinnen © ÖBSV Baubinder

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